Eisenfunktionen

Die wichtigste Eisenfunktion ist die Blutbildung. Das Blut ermöglicht den Transport des lebenswichtigen Sauerstoffs in die Organe und Gewebe. Dort erfüllen die Eisenatome elementar wichtige Aufgaben. Aber nicht nur die blutbildenden Zellen sind auf genügend Eisen  (Funktionseisen) angewiesen, sondern über Hundert weitere Körperfunktionen, wie beispielsweise die Energieproduktion in den Zellen oder die Hormonbildung.

Blutbildung:
Die Blutbildung ist die lebensnotwendigste Körperfunktion, die auf Eisen angewiesen ist. Das Produkt ist das Hämoglobin (Hb), ein eisenhaltiges Eiweiss, das dank des Eisens Sauerstoff an sich binden kann. Dieser wird so durch die Blutbahnen transportiert und zu den Zellen gebracht.

Energieproduktion:
Die Düsen von Flugzeugen brauchen Kerosin, die Motoren der Autos Benzin. Die Mitochondrien (Kraftwerte) der menschlichen Zellen benötigen Eisen. Handy‘s brauchen Strom und die Pflanzen Wasser.

Infolge verminderter Bildung von Zellenergie kann ein Eisenmangel beim Menschen zu chronischer Erschöpfung und Verminderung der Hirnleistung führen. Durch individuell dosierte Eisengaben gemäss Swiss Iron System SIS kann der Normalzustand innerhalb weniger Wochen wieder hergestellt werden.

Früherkennung lohnt sich: Je länger ein Eisenmangel vorbesteht, desto länger dauert die Heilung nach Eisengaben.

Die Diagnose „Burnout“ oder „Chronic Fatigue Syndrome“ sollten hinterfragt werden. Wohl bei den meisten von ihnen versteckt sich ein bisher unerkannter Eisenmangel.

Hormonbildung:
Für die Produktion aller Hormone braucht es Eisen. Bei einem Eisenmangel kann die Hormonbildung gedrosselt werden. Die Auswirkungen lassen sich logisch ableiten:

Bei einer mangelhaften Produktion von Glückshormonen können depressive Verstimmungen auftreten. Eine ungenügende Bildung des Konzentrationshormons kann zu Konzentrationsstörungen (oder zu einem ADHS) führen. Schlafstörungen können infolge einer ungenügenden Bildung von Schlafhormonen auftreten. Diese Zusammenhänge lassen sich klinisch einwandfrei nachweisen: Zwei von drei Eisenmangelpatienten mit solchen Symptomen werden durch individuell dosierte Eisengaben gesund (sie heilen von selbst, wenn ihnen das Fehlende richtig zugeführt wird).

Myoglobinbildung:
Das Myoglobin ist für den Sauerstofftransport in der Muskulatur verantwortlich (wie das Hämoglobin für den Sauerstofftransport im Blut).

Bei einer Drosselung der Myoglobinbildung können eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit sowie eine Verlängerung der Erholungszeit in Erscheinung treten. Diese Symptome sind nicht nur für den sportbewussten Alltagsmenschen eine Belastung, sondern erst recht für professionelle Leistungssportler.

Immunsystem:
Das Immunsystem braucht, abgesehen von diversen Vitaminen, für ein optimales Funktionieren verschiedene Atome – unter anderem Eisen.

Eisen ist zum Beispiel wichtig für die Bildung sogenannter Leukotriene. Es handelt sich um kleine Säurepartikel in den weissen Blutzellen, die ihre Wirkung im Zusammenhang mit entzündlichen und allergischen Reaktionen ausüben. Leukotriene haben ausserdem die Aufgabe, die Abwehrzellen des Körpers an den Ort einer Infektion „zu locken“.

Grundsubstanz:
Die Haarwurzeln und Nagelbetten wollen angemessen ernährt sein. Bei einer Eisen-Unternährung der Haarwurzeln kann ein diffuser Haarausfall auftreten. Wenn die Nagelbetten zu wenig Eisen erhalten, können die Nägel brüchig werden.

Oft leiden auch die Haut und die Schleimhäute darunter. Es können Einrisse an den Mundwinkeln oder im Bereich der Fingernägel auftreten.

Was geschieht bei einer Drosselung dieser Funktionen infolge eines Eisenmangels?
Wenn eisenabhängige Körperfunktionen infolge Eisenmangels gedrosselt werden, können Symptome auftreten, die nachvollziehbar sind.

Drosselung der Blutbildung
Eine solche wird vom Körper erst im Spätstadium von Eisenmangel zugelassen. Bevor eine Eisenmangelanämie entsteht, leiden Eisenmangelpatienten an den Symptomen des Eisenmangelsyndroms, weil zunächst andere, unten angeführte eisenabhängige Körperfunktionen gedrosselt werden.

Drosselung der Energiebildung
Wer zu wenig Eisen in den Zellen hat, kann chronisch erschöpft und lustlos werden. Es fehlt der „Brennstoff“ für die Mitochondrien in allen Körperzellen – Kraftwerke der Zellen zur Produktion der Zellenergie

Drosselung der Hormonbildung
Wer zu wenig Glückshormon bilden kann, kann depressiv oder reizbar werden. Wem es an Schlafhormon fehlt, kann Schlafprobleme bekommen. Bei einem Mangel an Dopamin entsteht die Gefahr für die Entstehung eines Aufmerksamkeits-Defizits (Konzentrationsstörung).

Drosselung der Myoglobinbildung
Eine ungenügenden Myoglobinbildung kann zu einer verminderten Sauerstofftransport in der Muskulatur führen. Typische Symptome sind eine verminderte Leistungsfähigkeit, Muskelschmerzen sowie eine verlängerte Erholungszeit nach sportlichen Aktivitäten.

Drosselung der Bildung von Grundsubstanz
Wenn die Haarwurzeln oder Nagelbetten zu wenig Eisen erhalten, beginnt eine lokale Unterernährung mit Eisen. Die typischen Folgen sind Haarausfall und Nagelbrüchigkeit.

Es handelt sich bei dieser Auflistung nur um eine kleine Auswahl von Möglichkeiten. Sie soll das Verständnis für die Entstehung von Eisenmangelsymptomen ermöglichen.