SIHO

Die 2007 in der Schweiz gegründete Swiss Iron Health Organisation SIHO ist eine ärztliche Fachgruppierung, die optimale Eisenbehandlungen mit möglichst grosser Sicherheit fördert. Dazu bildet sie Ärzte aus, die künftig als Ärztliche Eisenzentren arbeiten können.

Die SIHO führt eine Supervision über die Erfolgsquote, Nebenwirkungen und Kosteneffizienz in den Ärztlichen Eisenzentren durch. Diese arbeiten nach einem neuartigen Konzept für optimierte Diagostik, Therapie und Prävention (Swiss Iron System SIS), das sich seit 2005 bewährt hat.

Gleichzeitig hat die SIHO Richtlinien erstellt, die als Basis für optimal wirksame und sichere Behandlungen dienen. Sie wurden 2008 nach der Einführung von Eisencarboxymaltose verschärft.

2013 sind die Behörden der Schweiz, von Deutschland und USA auf diese verschärften Richtlinien eingeschwenkt. In einem Brief haben die Schweizer und Deutschen Behörden vor der potentiellen Gefahr allergischer Reaktionen gewarnt. Die Behörden der USA haben die Indikation für Eisencarboxymaltose auf die Eisenmanelanämie limitiert.

Die SIHO sich folgende Ziele gesetzt:

  • Erforschung des Eisenmangels
  • Nutzbarmachung der Resultate mit möglichst hoher Qualität, Sicherheit und Kosteneffiizienz unter Supervision der SIHO (www.eisenzentrum.org)
  • Qualitätskontrolle der Behandlungen (Clinical Benchmarking gemäss Empfehlungen von swissHTA)
  • Aus– und Weiterbildung (www.eisenworkshop.org)

Mittlerweile erkennt die Mehrheit der Schweizer Ärzte und Kliniken ihre Eisenmangelpatienten schon in derem Frühstadium des Eisenmangelsyndroms und behandeln sie – je nach Leidensdruck – in erster Linie mit Eiseninfusionen, wie es von der SIHO empfohlen wird. Die Schweiz ist allerdings das erste und bisher einzige Land, das „abtrünnig“ geworden ist und bereit ist, Eisenmangelpatienten das ihnen Fehlende zu geben – und zwar in erster Linie.